Erfahrungsbericht Niklas Westerkamp

Erfahrunsbericht von Niklas Westerkamp

Mein Freiwilligenmonat in Namibia mit Mudiro

Vier Wochen Namibia – ein Monat voller Abenteuer, Begegnungen und Eindrücke, die sich kaum in Worte fassen lassen. Zwischen Schule, Camp, Busch und Safari habe ich Dinge erlebt, die mich noch lange begleiten werden.

Vom 16. August bis zum 13. September durfte ich meinen Freiwilligendienst in Namibia verbringen und die Organisation Mudiro unterstützen. Schon bei meiner Ankunft wurde ich herzlich empfangen – sowohl von der Chefin Barbara als auch von Herman, ihrer rechten Hand. Es war sofort dieses Gefühl da, willkommen und wirklich gewollt zu sein. Untergebracht war ich in einem schlichten, aber liebevoll eingerichteten Camp mit eigenem Zimmer, einem schönen Garten und Tieren, die das Ganze noch lebendiger machen. Abends saßen wir oft gemeinsam am Feuer, haben gegessen, getrunken und uns ausgetauscht. Dieses Gemeinschaftsgefühl war für mich etwas ganz Besonderes – schwer in Worte zu fassen, eigentlich muss man es selbst erlebt haben.

Auch die Menschen rund um Andara haben einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen: freundlich, herzlich, warm und gleichzeitig sehr entspannt. In der Schule, in der ich mitgearbeitet habe, waren die Kinder zunächst etwas schüchtern, doch schon nach kurzer Zeit tauten sie auf und begegneten mir neugierig. Besonders spannend fand ich, wie sportbegeistert sie waren und wie interessiert sie an Themen der Sexualerziehung sind.

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Etwas ganz Besonderes war außerdem die Mitarbeit in der „Mobile Clinic“. Drei Tage lang sind wir ausgestattet mit Zelten und Campingausrüstung ins „Outreach“ gefahren, um dort medizinische Hilfe zu leisten. In der „Mobile Clinic“ wurden HPV-Tests durchgeführt, kleinere Untersuchungen gemacht, Medikamente, aber auch Lesebrillen sowie Kleidung verteilt. Diese Erfahrung hat mir noch einmal deutlich gezeigt, wie wichtig jede Unterstützung in dieser Region ist und wie dankbar die Menschen für Hilfe sind.

Neben der Arbeit gab es auch Momente, in denen wir die Schönheit Namibias erleben durften. Mit den anderen Freiwilligen bin ich an den Wochenenden auf Safari gegangen. Zu viert haben wir die beeindruckende Natur erkundet und sind in den Genuss gekommen, das Leben in verschiedenen Lodges kennenzulernen – ein spannender Kontrast zum Alltag im Camp und eine wunderbare Gelegenheit, das Land noch intensiver wahrzunehmen. Das Highlight war hierbei auf jeden Fall unsere dreitägige Tour nach Botswana ins Okavango-Delta, welches wir nicht nur mit dem Auto, sondern auch zu Fuß und mit dem Kanu (Mokoro) erkundeten.

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Mein Monat in Namibia war geprägt von komplexen und vielseitigen Eindrücken – ein Erlebnis, das ich als einzigartig und besonders beschreiben würde. Gleichzeitig wurde mir klar, wie groß der Bedarf an Unterstützung ist. An vielen Ecken fehlen helfende Hände, und es ist ein Ort für Menschen, die anpacken wollen.

Für mich war es auch eine Reise der Entschleunigung. Das Leben vor Ort verläuft in einem anderen Rhythmus als in Deutschland. Dieser Kontrast hat mich zum Nachdenken gebracht und mich vieles bewusster erleben lassen.

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Alles in allem war mein Freiwilligenmonat mit Mudiro in Namibia ein unvergessliches Abenteuer – eine Mischung aus Herzlichkeit, Gemeinschaft, Natur, Herausforderungen und Inspiration.

Mein Fazit: Das Land Namibia lohnt sich sowohl als Tourist als auch als Volunteer und ist jede Reise wert.

Danke an Barbara Müller für die Möglichkeit und ihren unermüdlichen, selbstlosen Einsatz jeden Tag! Sie macht dem Namen Mudiro („Feuer“ in Thimbukushu) alle Ehre.

— Niklas Westerkamp, Volunteer/Lehrer