Erfahrungsbericht Dr. Christoph König
Erfahrungsbericht Dr. Christoph König
Halali Himba (Mudiro)
Dies ist ein weiterer Aufenthaltsbericht von Christoph König in Botswana und Namibia (Andara)
Jan 2025
«We put him ( the patient ) on Paracetamol and Antibiotic «
Es wird sicher wieder spannend und ich freue mich sehr als schon fast alter Mudiro Crack im wahrsten Sinne des Wortes wieder einen Einsatz mit dem Mudiro Team zu leisten.



Schon kommt der erste ernsthafte Zwischenfall zu dessen Lösung ich gerufen werde. Eine Frau verblutet beinahe nach der Geburt. Es ist ein Muttermundsriss nach einer Geburt, Problem erkennen,Problem lösen, sie überlebt auch Gott sei Dank… wie immer.


Medikamente: Die Spitäler und die med. Stützpunkte von denen es viele gibt sind nach Grösse klassifiziert. So werden Medikamente in der Art und der Menge je nach Art Spitalgrösse limitiert. Das ist wahrscheinlich gut so, nur sind leider viele, zu viele Medikamente «out of stock» und das über Monate. Dies macht die Behandlungen mit adäquaten Medikamenten schwierig und schränkt die nötige Therapie sehr ein. Dazu kommt die Menge von Patienten, welche oft fast nicht zu bewältigen ist. Medizin unter Zeitdruck ist schwierig und nicht zuletzt auch gefährlich. Wir alle geben Alles und tun unser Bestes.
Der Titel meiner Ausführungen « I put him on Paracetamol und Antibiotics» ist leider allzu oft wahr und Realität. Malaria, HIV und Tuberkulose v.a. Jugend Tuberkulose sind Saison bedingt ziemlich am Steigen. Diese Patienten werden aber super und adäquat mit den nötigen Medikamenten versorgt. Bravo!

Wir schallen manchmal an einem Tag über 40 schwangere Frauen! Ich glaube, dass wir seit der Einführung des Ultraschalls die Kinder- und Muttersterblichkeit in Andara um Prozente und nicht Promille gesenkt haben. Dies ist ein schöner und wertvoller Erfolg. Wenn ich auf meine fast 10 Jahre in Namibia zurückschaue, hat das Spital in jeder Hinsicht enorme Fortschritte gemacht. Mudiro sei Dank.


Nun geht es ab ins Wochenende nach einer happig anstrengenden Woche. Das Ziel heiss Divava Lodge. Wir erholen uns gut für die nächste Woche. Ein Game Drive mit vielen wilden Tieren ist ein Höhepunkt. Ursina sieht zum ersten Mal ein Zebra, eine Giraffe und vieles mehr.


Die letzte Woche ist schon fast Routine. Ursina gibt sich die grösste Mühe schwierige Fälle doch noch zu diagnostizieren und recherchiert und recherchiert und wird manchmal auch noch fündig. Wir wechseln täglich die Verbände unseres Hippo-Biss-Mannes, es sieht gut aus. Wer weiss, wie es weiter geht.
Es bleibt noch ein Wochenende an meinem Lieblingsort. Mahangu Lodge. Wir tanken noch einmal Sonne und Kräfte und diskutieren. Begleitet werden wir von Mischa einem sehr sympathischen Mann für alle Fälle im Allrounderbereich für Mudiro.
Eine schwarze Wand auf der Sandpiste versperrt uns den Weg. Mehr als 100 Wasserbüffel überqueren die Strasse, was für ein seltener Anblick. Kurz darauf Elefanten und noch Giraffen und das auf dem Weg zu Flugplatz. Fahren wir mal von Genf nach Konstanz, da gibt es zwar auch einige Affen und Büffel, aber halt anders.

Wir halten das Feuer von Mudiro am Leben und bleiben demütig, dankbar und optimistisch!
Wir sind klein in der Natur!
HALALI HIMBA
Dr. Chrigu König
